Konstruktionsmethodiken

Die Einführung der 3D-CAD-Technik ist für das Unternehmen eine notwendige und langfristig erfolgssichernde Maßnahme. Die Umstellung verbessert die gesamte Arbeitsteilung und Produktdatenqualität zwischen „CAD-PDM-ERP“ im Unternehmen.

Sollte bisher die 2D-CAD-Technik im Unternehmen überwiegen ist es für den Konstrukteur eine völlig neue Arbeitsweise, die nicht allein durch die Verwendung neuer Software und möglichst automatisch ablaufender Verknüpfungen gelöst wird.

Die neue Arbeitsweise des Konstrukteurs geht aus Erfahrung immer mit Schwierigkeiten einher, da die gewohnten Tätigkeiten und Abläufe in der Konstruktion, der Datenverwaltung und in der nachfolgenden Arbeitsvorbereitung, Material-Beschaffung und -Verwaltung neu zu organisieren sind.

Vom Konstrukteur werden eine völlige Neuorganisation seiner Tätigkeiten und eine quasi fehlerfreie Arbeit verlangt, die er aus der 2D-Konstruktion in dieser Qualität nicht kennt.

Jedes Unternehmen hat im Technischen Büro seine eigenen über Jahre eingelaufenen, funktionierenden Methoden. Sie lassen sich auch nicht vollständig in allen Details, besonders in einer weltweit arbeitenden Firma, angleichen.

Um erfolgreich mit dem neuen 3D-CAD-System und dem zusammengehörenden  PDM/PLM-System arbeiten zu können, bedarf es einer sehr guten fachlich versierten und psychologischen Betreuung der Mitarbeiter. Die Umstellung lässt sich nicht von einem Tag auf den anderen lösen.

Ursache hierfür ist:

  • Alle Softwaretechniken sind so stumpf wie ihre Organisation es vorgibt.
  • Zur Prozessoptimierung braucht man langjährige Erfahrung!
  • Damit das Puzzle schnell und gut passt, ist die Organisation des Zusammenbaus der einzusetzenden Software-Systeme wichtig.

Die fachliche Arbeit konzentriert sich nicht nur auf das Erlernen und Beherrschen der Software, die immer eine neue Vielfalt an konstruktiven Möglichkeiten bietet. Darüber hinaus werden die Möglichkeiten die Funktionalität der Bauteile während der laufenden Modellerstellung zu überprüfen (u.a. Festigkeitsberechnungen / FEM-Analysen im Dialog) sind für die meisten Nutzer überwältigend („eine große bunte Welt“).

Eine strenge methodische Vorgehensweise ist vielmehr von Nöten als früher. Der Konstrukteur darf sich einerseits nicht in der Vielfalt verlieren aber andererseits auch die revolutionierenden Möglichkeiten des neuen CAD-PDM-Systems bei möglichst geringerer „Konstruktionszeit“ nutzen.

Aus eigenen Erfahrungen weiß ich, dass am Anfang der Einführung die Konstruktionszeiten meist länger werden. Man muss allerdings bedenken, dass nicht allein der Konstrukteur Nutznießer dieses Systems ist. Die angrenzenden und nachfolgenden betrieblichen Bereiche nutzen intensiver als vorher die (möglichst fehlerfreien) Produktdaten.

Die neue Qualität („Fehlerfreiheit“) und Produktivität in der Konstruktion zielt auf folgende Tätigkeiten ab:

  • Strukturierung des Produktes (Sachmerkmale, Klassifizierung und Wiederholungen der Baugruppen und Einzelteile)
  • Modularer Aufbau des Produktes
  • Nutzung der Variantenkonstruktion im 3D-Modell
  • Sinnvolle Funktionalitätsprüfung in der Entwurfsphase einer Konstruktion

Von den Unternehmen sollten folgende Leistungen (günstig durch Externe) erbracht werden:
*  Analyse der Systemumgebung

* Analyse der Datenbestände

*  Analyse der Konstruktionstechnik

*  Erstellung von Leistungsverzeichnissen

*  Erstellung von Konstruktionshandbüchern

*  Konstruktionsunterstützung zur Einführung des 3D- CAD Systems

*  Baugruppenstandardisierung

*  Überprüfung der Funktionssicherheit des PDM & Dokumenten-Managementsystems

*  Begleitende Maßnahmen zur Einhaltung von Kosten- & Projektzielen.

Die Mitarbeiterausbildung durch Schulungen für das eingesetzte CAD- System ist losgelöst von den o.g. Anforderungen in geeigneter Form mit dem Softwarehaus zu organisieren.

Referenzen zu dieser Thematik:

  • SAUERLAND Spielgeräte GmbH , 33154 Salzkotten
  • FIEGE tec GmbH & Co. KG, 48268 Greven
  • EUROPRESS Anlagen-und Maschinenbau GmbH, 49762 Lathen
  • CENTA Antriebe Kirschey GmbH, 42781 Haan