Lean Production und Lean Development
admin 12. Januar 2010
Die „schlanke Produktion“ bzw. das „schlanke Unternehmen“ (Lean Production) sind Zielstellungen, die sowohl in Japan, den USA als auch in Europa seit etwa 30 Jahren bekannt sind, um die Produktionsorganisation zu verbessern, d.h. alle betrieblichen Prozesse zu optimieren. Das Thema umfasst alle Bereiche eines Unternehmens und muss vorrangig in der Produktentwicklung seinen Niederschlag finden. Es ist nicht sinnvoll nur ein Teil der nachfolgenden Leitprinzipien umzusetzen. Die erstrebten Effekte entstehen vor allem durch das Zusammenspiel in den Prozessketten. Die Prozessketten beginnen mit der Marktanalyse und der Entwicklung, werden mit der Planung und der Materialbeschaffung fortgesetzt und enden letztendlich in der Produktion und dem Verkauf eines Produktes oder einer Dienstleistung:
- Spezifiziere präzise den Wert deines Arbeitsgegenstandes [Value]
- Erkenne die Wertschöpfung [Creation of Value]
- Erzeuge einen Wertschöpfungsfluss ohne Unterbrechungen [Flow]
- Lasse den Kunden den Takt deiner Arbeit bestimmen [Pull]
- Verbessere deine Tätigkeit kontinuierlich (reduziere deine Fehler) [Quality]
Eine Kernbotschaft in der schlanken Produktion ist die Prozessfolge analog der Fließfertigung (One-Piece-Flow), das Material vom Start eines Produktionsprozesses bis zur Fertigstellung eines Produktes ohne Unterbrechung weiterbearbeitet. Dies bedeutet, dass kaum Puffermengen zwischen Prozessschritten mehr auftreten. Konsequenzen daraus sind:
- Flache Hierarchien,
- Reduzierung der Durchlaufzeiten
- Verbesserung der Liefertreue
- Intensive Steuerungen durch das „Pull-Prinzip“ vom Kunden ausgehend
- Reduzierung der Kapitalbindung
- Reduzierung des Transport- und Lageraufwandes
- Verbesserung der Flächenproduktivität
- Bessere Kommunikation unternehmensintern, mit den Kunden und den Lieferanten
- Erhöhung der Flexibilität des Personals und der Arbeitsmittel
Die Leitprinzipien sind eben auch in der Entwicklung zu verwirklichen und prägen dann das Lean Development des jeweiligen Unternehmens.
Man kann sagen, das Lean Development beruht darauf, die Produkte, Strukturen, Prozesse und Werkzeuge auf Unnützes, d.h. auf Verschwendung und Fehler zu untersuchen und die identifizierten Schwachpunkte und deren Verschwendungsursachen durch Gegenmaßnahmen zu verändern. Im Zentrum steht die Erkenntnis, dass die gleichen Prinzipien, die zur effizienten Produktion führen, auch auf die Leistungserstellung in der Produktentstehung anwendbar sind und dort zu einer effizienten („die Dinge richtig machen“) und effektiven („die richtigen Dinge machen“) Arbeitsfolge führen. Besonders hier entsteht aufgrund seiner Hebelwirkung das Potenzial für einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil.
Studien und eigene Analysen haben gezeigt, dass in den Entwicklungsprozessen bis zu 30 % und sogar mehr Kapazitäten durch Verschwendung gebunden sind.
Ziel der Angebote der D.U.K. zur Prozessanalyse ist es, die zu gewinnenden Kapazitäten in wertsteigernde Tätigkeiten zu investieren, so dass mehr Projekte mit gleicher Mannschaft möglich werden, sicherere Produktionsanläufe entstehen und eine höhere Produktqualität dem Kunden zur Verfügung steht.
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